Manche Edelsteine kommen in vielen Farben vor — je nach Herkunft, Einschluss, Licht. Der Peridot nicht. Er ist immer grün. Ein helles, leicht gelbliches Grün, das je nach Eisengehalt intensiver oder zurückhaltender wirkt, aber nie eine andere Richtung einschlägt. Was ihn dabei von anderen grünen Steinen unterscheidet: Er behält seine Farbe auch bei künstlichem Licht. Die Römer nannten ihn deshalb „Smaragd des Abends."
Eisen gibt die Farbe, die Erde gibt den Stein
Der Peridot gehört zur Mineralgruppe des Olivins, einem der häufigsten Minerale der Erdkruste, aber als Schmuckstein von besonderer Seltenheit. Seine grüne Farbe entsteht durch Eisen im Kristallgitter. Je mehr Eisen, desto tiefer und satter das Grün. Spuren von Chrom und Nickel können die Farbe zusätzlich intensivieren.
Was den Peridot mineralogisch besonders macht: Er ist einer der wenigen Edelsteine, der nicht in der Erdkruste, sondern im Erdmantel entsteht, in Tiefen, die vulkanische Aktivität erst an die Oberfläche bringt. Und er wurde in Meteoriten gefunden. Ein Stein, der weiter gereist ist als die meisten anderen.
Ein Edelstein mit langer Geschichte
Der Peridot gehört zu den ältesten bekannten Schmucksteinen. Schon im alten Ägypten wurde er verehrt, unter dem Namen „Stein der Sonne". Die ägyptische Insel Zabargad im Roten Meer galt als Staatsgeheimnis, ihr Abbau als Privileg der Pharaonen. Jahrtausende später brachten die Kreuzzüge den Stein nach Europa, wo er in mittelalterlichen Kirchenschätzen landete, oft irrtümlich für Smaragde gehalten. Ein Hinweis darauf, wie begehrt sein Grün war und wie schwer es zu erkennen ist, wenn man nicht weiß, wonach man sucht.
Peridot im Jugendstil — und warum das bis heute zählt
Im Jugendstil erlebte der Peridot eine besondere Hochphase. Seine natürliche, organisch wirkende Farbe wurde in filigranen Fassungen gezeigt, die dem Stein viel Raum ließen. Die Gestaltung dieser Zeit folgte dem Stein, nicht umgekehrt. Viele Stücke aus dieser Epoche zeigen eine Sorgfalt in der Steinauswahl und Verarbeitung, die man heute seltener antrifft. Der Peridot ist zudem ein empfindlicher Stein: Er verträgt keine starken Temperaturschwankungen. Stücke, die Jahrzehnte überdauert haben und noch heute tadellos wirken, wurden gut gearbeitet und gut behandelt. Das sieht man ihnen an.
Nachhaltigkeit als stilles Argument
Wer heute Second-Hand-Schmuck kauft, trifft auch eine andere Entscheidung: keine neue Abbaugenehmigung, keine frische Lieferkette, kein zusätzlicher Ressourcenverbrauch. Das ist kein Marketing-Argument, sondern Arithmetik. Der schönste Peridot ist der, der bereits existiert.
Und oft ist er auch der interessantere.
Warum Peridotschmuck ein besonderes Geschenk ist
Der Peridot hat eine Farbe, die man sofort erkennt. Warm, leicht gelblich, unverwechselbar grün. Als Geburtsstein des August ist er ein Geschenk mit persönlichem Bezug — ein Stein mit Charakter, der keinen weiteren Anlass braucht.
Ältere Stücke bringen dabei etwas mit, das man heute seltener findet: eine Sorgfalt in der Steinauswahl und Fassung, die dem Stein Raum lässt. Im Schmuckkontor finden Sie ausgewählte Peridotschmuckstücke aus zweiter Hand, in unserer Goldschmiedewerkstatt geprüft, perfekt aufgearbeitet und mit zertifiziertem Wiederbeschaffungswert. Auf Wunsch verpacken wir Ihr Schmuckstück sorgfältig für Sie.
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